Tipps für den Alltag

Cholesterin senken

Beim Cholesterin-Wert denkt man in aller Regel daran, dass ein zu hoher Wert ungesund ist. Cholesterin ist aber an sich nicht unbedingt etwas Schlechtes. Eine gewisse Menge braucht der Körper, beispielsweise wird Vitamin D mithilfe von Cholesterin gebildet, auch am Aufbau von Hormonen ist der fettähnliche Stoff beteiligt. Ist der Wert jedoch zu hoch, werden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Schlaganfälle oder Infarkte begünstigt. Da bei vielen Menschen der Cholesterin-Wert zu hoch ist, werden Medikamente zum Senken des Cholesterinspiegels häufig verschrieben. Durch zwei Faktoren lässt sich das Cholesterin jedoch ohne Medikamente selbst beeinflussen: Ernährung und Sport haben hier wesentlichen Einfluss, so kann man mit ein paar Verhaltensweisen ganz natürlich seinen Cholesterin-Wert im richtigen Rahmen halten. Dazu kommt, dass Cholesterin nicht gleich Cholesterin ist. So muss man zwischen den beiden Arten HDL und LDL unterscheiden. HDL ist für den Körper sogar gesund, so sorgt es zum Beispiel dafür, dass in der Leber überflüssiges Cholesterin abgebaut wird. Bei einem zu hohen Cholesterin-Wert geht es dagegen um LDL. Deswegen ist es für die Gesundheit wichtig, dass der LDL-Wert niedrig ist, aber ausreichend HDL vorhanden ist.

Mit Sport kann man hier sehr gut ansetzen, da man einerseits den HDL-Wert erhöhen, andererseits im gleichen Zuge den LDL-Wert senken kann. Damit Sport aber hilft, den Cholesterinspiegel zu korrigieren, ist regelmäßige und ausreichende Bewegung nötig. Jeden Tag kurze Strecken zu Fuß zu gehen, ist zwar grundsätzlich gut, reicht aber nicht aus. Erfolge stellen sich hier erst ein, wenn man mindestens eine halbe Stunde lang Sport macht, und das an drei Tagen pro Woche oder öfter. Täglicher Sport kann den HDL-Wert sogar um ein Zehntel erhöhen. Zu empfehlen sind dabei Sportarten, bei denen man gleichmäßigen Bewegungsabläufen folgt und Puls und Atmung ebenfalls entsprechend gleichmäßig sind. Dazu zählen zum Beispiel Radfahren, Schwimmen und Joggen. Wer schon länger keinen Sport mehr gemacht hat oder nicht ganz so fit ist, findet durch Wandern oder Nordic Walking wieder einen Zugang dazu.

Der Cholesterin-Wert lässt sich maßgeblich durch die Ernährung beeinflussen. So stellt der Körper zwar einen Teil des Cholesterins selbst her, einen anderen Teil bezieht der Mensch aber aus der Nahrung. Entsprechend wirkt es sich schon positiv auf den Cholesterin-Spiegel aus, wenn man Lebensmittel vermeidet, die viel Cholesterin enthalten. Tierische Fette sollte man daher sparsam genießen, diese sind unter anderem in Butter oder auch fetten Fleischsorten vorhanden. Fisch gilt zwar grundsätzlich als gesund, Räucherfisch oder Aal enthalten aber beispielsweise viel Cholesterin. Viel Cholesterin steckt auch in Eiern, ob diese aber wirklich den Cholesterin-Spiegel erhöhen, ist nicht abschließend geklärt. Sicher ist man sich dagegen bei sogenannten Transfetten, die häufig in frittierten Lebensmitteln enthalten sind. Pommes frites oder Chips sind also dazu geeignet, den Cholesterin-Wert zu erhöhen. Auch bei Alkohol sollte man vorsichtig sein, wenn man das Cholesterin im Griff behalten will.

Statt Butter sind pflanzliche Öle zum Kochen mit wenig Cholesterin besser, also zum Beispiel Oliven- oder Rapsöl. Daneben gibt es auch zahlreiche Lebensmittel, die dazu geeignet sind, den Cholesterin-Wert zu senken. Obst und Gemüse sind ohnehin gesund, sind frei von Cholesterin, aber dafür reich an Vitaminen, die der schädlichen Wirkung von LDL-Cholesterin entgegenwirken. Sowohl Lauch, Zwiebeln und Knoblauch als auch Lebensmittel mit Soja sind ebenfalls zur Senkung des LDL-Werts geeignet. Soja befindet sich zum Beispiel in Soja-Milch oder auch Tofu. Nüsse sind ebenfalls gesund und senken den Cholesterin-Spiegel, auch grüner Tee ist zu empfehlen. Letzterer hilft auch beim Abnehmen, er wirkt nämlich der Aufnahme von Fetten, die sich in der Nahrung befinden, entgegen.

Durch ausreichend Sport und eine entsprechende Ernährung lässt sich Cholesterin also auf ganz natürliche Art und Weise senken. Man sollte den Wert aber regelmäßig kontrollieren lassen, um sicherzugehen, dass die Maßnahmen tatsächlich erfolgreich sind. Besteht jedoch ein erhöhtes Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken, also an einer Verengung der Arterien die im schlimmsten Fall zu Schlaganfällen führen kann, sind unter Umständen doch Medikamente nötig.

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